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Sturzprävention in Haidlfing: Rückblick auf den Workshop

Tino Both · · 4 Min. Lesezeit

Sturzprävention in Haidlfing: Rückblick auf den Workshop
Kurz erklärt: Am 13. Oktober 2024 durfte ich bei Evelyn Felber in der Fitnessbox Haidlfing einen dreistündigen Sturzpräventions-Workshop gestalten. Im Mittelpunkt stand eine praktische Frage: Wie lassen sich Kraft, Gleichgewicht und Orientierung so trainieren, dass daraus mehr Handlungsmöglichkeiten im Alltag entstehen?
Du möchtest Sturzprävention in dein Studio oder deinen Verein bringen?Ein Workshop kann vermitteln, worauf es beim sicheren Bewegen ankommt und wie sich Übungen an unterschiedliche Voraussetzungen anpassen lassen. Im kostenfreien telefonischen Erstgespräch besprechen wir Zielgruppe, Rahmen und mögliche Inhalte.

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Drei Stunden für etwas, das im Alltag oft selbstverständlich erscheint
Aufstehen, umdrehen, einer Tasche ausweichen: Solange solche Bewegungen problemlos gelingen, denken wir kaum darüber nach. Wird eine davon unsicher, verändert sich oft mehr als der Gang. Wege werden vorsichtiger gewählt, Situationen gemieden und Bewegungen kleiner.
Genau hier setzte der Workshop in Haidlfing an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten verschiedene Zugänge zur Sturzprävention kennenlernen und praktisch erproben. Mir war wichtig, nicht nur Übungen vorzumachen, sondern verständlich zu machen, welche Fähigkeit damit angesprochen wird.
Diese Bausteine haben wir miteinander verbunden
Gleichgewicht: auf Veränderungen reagierenGleichgewichtstraining bedeutet mehr als möglichst lange still zu stehen. Im Alltag verändert sich die Situation ständig. Übungen zur Balance waren deshalb ein zentraler Bestandteil des Workshops.
Kraft: Bewegung überhaupt umsetzen könnenBeine und Rumpf brauchen Belastbarkeit, um den Körper zu tragen und Bewegungen zu kontrollieren. Gezielte Kräftigung ergänzte die Gleichgewichtsarbeit. Neurozentrierte Ansätze standen dabei nicht anstelle des Krafttrainings, sondern neben ihm.
Reaktionen: für schwierige Situationen vorbereitet seinZu den praktischen Inhalten gehörten auch Simulationsübungen zum Verhalten bei einem Sturz. Solche Aufgaben brauchen einen angeleiteten, an die Person angepassten Rahmen. Sie sind keine Aufforderung, zu Hause absichtlich das Gleichgewicht zu verlieren.
Warum starke Beine allein nicht jede Unsicherheit erklären
Um eine Bewegung zu steuern, nutzt das Nervensystem unter anderem Informationen aus den Augen, dem Gleichgewichtssystem und dem Körper. Kraft ist eine wichtige Voraussetzung. Zusätzlich muss die Person erkennen können, wo sie sich im Raum befindet und in welche Richtung sie reagieren möchte.
Ein Alltagsbeispiel: Stehen klappt – Umdrehen wird schwierigJemand steht am Küchenblock sicher. Erst beim Umdrehen zur Tür entsteht Unsicherheit. Dann ist „mehr Einbeinstand“ nicht automatisch die passendste Antwort. Interessant wird, welcher Teil der Aufgabe Mühe macht: der Blickwechsel, die Kopfdrehung, die Gewichtsverlagerung oder der anschließende Schritt.
So lässt sich mein heutiger Blick auf solche Aufgaben beschreiben: eine konkrete Bewegung auswählen, ihre Anforderungen auseinanderhalten und die gleiche Bewegung nach einer passenden Veränderung erneut betrachten. Damit wird aus „Ich bin unsicher“ eine Aufgabe, an der wir gezielter arbeiten können.
Ein guter Einstieg – und eine Einladung zum Dranbleiben
Die positive Rückmeldung und die engagierte Mitarbeit haben mich sehr gefreut. Ein Workshop kann Ideen verständlich und den Einstieg ins Üben leichter machen. Damit daraus im Alltag etwas entsteht, braucht es anschließend passende Wiederholung, ausreichende Unterstützung und bei Bedarf eine individuelle Anpassung.
Dass regelmäßiges Gleichgewichts- und funktionelles Training zur Sturzprävention beitragen kann, zeigt auch die Cochrane-Auswertung zu Bewegung und Sturzprävention bei älteren, selbstständig lebenden Menschen. Ein einzelner Workshop ist dafür ein möglicher Einstieg, kein Ersatz für kontinuierliches Training.
Wenn neue Gangunsicherheit, wiederholte Stürze oder Schwindel auftreten, gehört eine ärztliche Abklärung dazu. Auch Sehen, Medikamente und die Wohnumgebung können für die Sicherheit wichtig sein.
Danke nach Haidlfing
Ein herzliches Dankeschön an Evelyn Felber und die Fitnessbox Haidlfing für die Zusammenarbeit – und an alle, die mit ihren Fragen und ihrer aktiven Teilnahme diesen Nachmittag mitgestaltet haben. Solche Veranstaltungen zeigen mir immer wieder, wie wertvoll es ist, Wissen direkt in Bewegung zu übersetzen.
Passende weiterführende Seiten und Beiträge
Ein Angebot für deine Gruppe entwickelnDu planst einen Workshop im Raum Vilshofen, Passau oder Niederbayern? Wir können gemeinsam klären, welche Inhalte zu euren Fragen und Voraussetzungen passen.

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Quellen und weiterführende Links

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