← Alle Beiträge

Neuroathletik & Leistungsoptimierung

Zielzeit: kostenfreier Timer für präzise Bewegungen und neuroathletisches Training

Tino Both · · 10 Min. Lesezeit

Zielzeit: kostenfreier Timer für präzise Bewegungen und neuroathletisches Training
Eine Hand bewegt sich zum Ziel. Einmal soll sie vor dem nächsten Signal ankommen. Ein anderes Mal genau dann – ohne vorher zu warten oder am Ende zu beschleunigen. Dieselbe Bewegung bekommt durch die Zeitregel eine andere Aufgabe. Dafür habe ich Zielzeit entwickelt: einen kostenfreien Timer für gezielte Bewegungsaufgaben.
Zielzeit verbindet hören, starten, bewegen und einen Zeitpunkt treffen. Du wählst zwischen drei Regeln, stellst die Startverzögerung ein und übst einzelne Versuche oder automatische Serien. Die App läuft auf Deutsch und Englisch und nach der Einrichtung auch offline auf Android und iOS.
Direkt zur AppZielzeit kostenfrei öffnen. Lege zuerst deine Bewegung und deren Ziel fest. Wähle anschließend den Modus und höre den Signalton über die Testfunktion an.
Wozu ein Timer bei Bewegungsaufgaben?
Eine Bewegung im eigenen Tempo kann gut gelingen. Kommt ein Startsignal oder ein festes Zeitfenster hinzu, verändern sich die Anforderungen: Du bereitest dich vor, wartest auf den tatsächlichen Ton und organisierst die Bewegung so, dass die vereinbarte Aufgabe gelingt. Dabei gehören Timing und Genauigkeit zusammen.
Im neuroathletischen Training kann das eine Handbewegung durch ein Ringzentrum, ein gezieltes Antippen mit dem Fuß oder ein langsam geführter Armweg sein. Du veränderst den zeitlichen Rahmen einer bereits bekannten Bewegung. Mal geht es um zügiges Handeln, mal um kontrolliertes Einteilen der gesamten verfügbaren Zeit.
Die App gibt die Tonsignale und zählt abgespielte Durchgänge. Ob du das Ziel getroffen hast, zu früh gestartet bist oder rechtzeitig zurückgekehrt bist, beobachtest du selbst oder mit einer zweiten Person. Die genaue Aufgabenregel legst du vor dem Start fest.
Die drei Modi: welche Zeitregel passt?
1. Bis zum Signal: vor dem Endton fertig seinMit dem Startton beginnst du die Bewegung. Sie muss vor dem Beginn des Endtons abgeschlossen sein. Einstellbar sind 0,1–30 Sekunden Bewegungszeit.
Beispiel: Zwei Sekunden, um mit der Hand ein nahes Ziel zu berühren. Soll auch die Rückkehr in dieser Zeit liegen, gehört das ausdrücklich zu deiner Aufgabenregel. Die Dauer des Endtons verlängert das Bewegungsfenster nicht.
2. Innerhalb des Tons: der Klang selbst ist das ZeitfensterDu startest, sobald der Ton beginnt, und bist fertig, bevor er verstummt. Die Tondauer beträgt 0,1–2 Sekunden. Ein späterer zweiter Ton ist für diese Regel nicht erforderlich.
Beispiel: Innerhalb eines 1,5 Sekunden langen Tons ein nahes Ziel mit der Hand berühren und zur Ausgangsposition zurückkehren. Der Weg bleibt so kurz und kontrolliert, dass beide Bewegungen in das Fenster passen.
3. Genau zum Signal: den Zielzeitpunkt treffenDu beginnst beim Startton und erreichst deine Zielposition genau zum nächsten Ton. Optional folgt ein Rückweg bis zu einem weiteren Ton. Hin- und Rückweg sind getrennt zwischen 0,5 und 60 Sekunden einstellbar.
Beispiel: Fünf Sekunden hin und fünf Sekunden zurück: Startton bei 0, Ziel bei 5, wieder in der Ausgangsposition bei 10 Sekunden. Du verteilst die Bewegung über den Weg, statt früh anzukommen und bis zum Ton zu warten.
Vorbereitung und Startverzögerung unterscheiden
Nach dem Start hast du drei Sekunden Vorbereitung, um deine Ausgangsposition einzunehmen. Anschließend folgt die Startverzögerung. Erst der Ton startet die Bewegungsaufgabe. In der Wartephase verrät kein rückwärtslaufender Countdown, wann das Signal kommt.
Fester oder zufälliger StartFest: Wähle eine Wartezeit zwischen 0 und 30 Sekunden.
Zufällig: Lege eine Unter- und Obergrenze im Bereich 0–30 Sekunden fest. Die App wählt den Start innerhalb dieses Fensters.
Ein Einstieg ist eine zufällige Wartezeit von 1–3 Sekunden. Du bleibst bereit, beginnst aber erst auf den Ton. Bewegungszeit und Wartezeit sind getrennte Einstellungen.
Einzelversuch, Serien und Erholung einstellen
Ein Versuch oder 2–50 DurchgängeEin Einzelversuch eignet sich zum Kennenlernen, zum Verändern eines Zielpunkts oder für eine Rückmeldung nach jeder Bewegung. Mit einer Serie aus 2–50 Durchgängen spielt die App den Ablauf automatisch wiederholt ab. Du brauchst während der Bewegung keine Taste zu treffen.
Erholung: 0,5–60 SekundenZwischen den Durchgängen liegt die gewählte Erholungspause. Danach folgt zusätzlich die Startverzögerung. Bei fünf Sekunden Erholung und einem zufälligen Start nach 1–3 Sekunden liegen zwischen dem Ende eines Versuchs und dem nächsten Startsignal sechs bis acht Sekunden. Plane genug Zeit für eine klare Ausgangsposition ein.
Eigenen Aufgabentext festhaltenIm optionalen Textfeld kannst du die Regel notieren, zum Beispiel „Rechte Hand durch Ring und zurück“ oder „5 Sekunden hin, 7 Sekunden zurück“. Das erleichtert die Orientierung vor dem nächsten Durchgang. Selbst geschriebene Aufgaben bleiben beim Wechsel zwischen Deutsch und Englisch in deiner eingegebenen Sprache.
Ton, Anzeige und Unterbrechungen
Wähle eine gut hörbare Lautstärke und nutze Ton testen, bevor du dich in Position bringst. Die Phasen Vorbereitung, Warten, Bewegung und Erholung zeigen während der Einheit, wo du im Ablauf bist. Fortschrittsanzeige und Durchgangszähler helfen beim Überblick.
Bei Pause oder beim Wechsel in den Hintergrund wird die laufende Aufgabe unterbrochen. Beim Fortsetzen beginnt der betroffene Versuch nach neuer Vorbereitung erneut. Bereits abgeschlossene Durchgänge bleiben gezählt. Die App setzt kein halb abgelaufenes Bewegungsfenster mitten in deiner Bewegung fort. Deine Einstellungen werden lokal im verwendeten Browser gespeichert.
Für kurze Zeitfenster verwende möglichst den Gerätelautsprecher oder eine kabelgebundene Ausgabe. Bluetooth kann die Tonwiedergabe verzögern. Nutze bei Vergleichen dasselbe Gerät und denselben Audioaufbau. Entscheidend ist die Aufgabe, die du tatsächlich hörst und ausführst.
Fünf neuroathletische Trainingsbeispiele
Die folgenden Zeiten sind Startbeispiele, keine Leistungsnormen. Führe den Weg zuerst ohne Zeitdruck aus. Wähle ein gut erreichbares Ziel und eine Bewegung, die du kontrolliert beenden kannst. Halte Zielposition und Regel innerhalb eines Vergleichsblocks gleich. Für den Einstieg reichen wenige bewusste Wiederholungen.
1. Hand durch das Ringzentrum und zurückZiel: Akustischen Start, Blickziel und präzise Armbewegung verbinden.
Aufbau: Eine zweite Person hält einen weiten Ring ruhig in bequemer Reichweite. Ihre Hände bleiben außen am Ring und ihr Gesicht außerhalb des Bewegungswegs.
Einstellung: „Bis zum Signal“, 2 Sekunden, zufälliger Start nach 1–3 Sekunden, Einzelversuch. Aufgabentext: „Rechte Hand durch Ring und zurück“.
Ausführung: Erst beim Ton starten, durch die freie Mitte greifen und vor dem Endton zurückkehren. Vergleiche: Mitte getroffen, auf den Ton gewartet und kontrolliert zurück? Wiederhole mit dem anderen Arm. Verkürze die Zeit erst, wenn der Ablauf sicher gelingt.
2. Einen kurzen Armweg innerhalb des Tons abschließenZiel: Den Tonbeginn wahrnehmen und eine kurze Bewegung innerhalb der hörbaren Dauer organisieren.
Aufbau: Sitze stabil vor einem nahen, gut sichtbaren Ziel.
Einstellung: „Innerhalb des Tons“, 1,5 Sekunden, Start zufällig 1–3 Sekunden; 4 Durchgänge, 5 Sekunden Erholung.
Ausführung: Berühre das Ziel mit Tonbeginn und kehre vor dem Verstummen zurück. Passt der Weg nicht gut hinein, vergrößere das Fenster bis 2 Sekunden oder verkürze den Weg.
Vergleich: Beschreibe die gelungenste Wiederholung: Warst du ruhiger bereit, war der Weg direkter oder der Start klarer? Eine kürzere Tondauer ist erst der nächste Schritt.
3. Fuß zum Ziel und zurück in den AusgangsstandZiel: Ein sichtbares Ziel mit kontrollierter Fußbewegung und zeitlich passender Rückkehr verbinden.
Aufbau: Markiere einen nahen Punkt am Boden. Wähle eine stabile Ausgangsposition und bei Bedarf eine feste Stütze für die Hand.
Einstellung: „Bis zum Signal“, zunächst 2 Sekunden, zufälliger Start nach 1–3 Sekunden, Einzelversuch.
Ausführung: Tippe den Punkt mit einem Fuß an und kehre vor dem Endton in deine Ausgangsposition zurück. Der Zielpunkt bleibt zunächst gleich. Prüfe beide Seiten getrennt.
Variation: Eine sitzende Ausführung, ein kürzerer Weg oder später ein anderer Zielort verändern die Aufgabe jeweils auf eigene Weise.
4. Fünf Sekunden hin und fünf Sekunden zurückZiel: Einen Armweg gleichmäßig einteilen und seine Endpunkte zeitlich treffen.
Einstellung: „Genau zum Signal“, Hinweg 5 Sekunden, Rückweg an und ebenfalls 5 Sekunden; feste Startverzögerung 2 Sekunden, 4 Durchgänge, 5 Sekunden Erholung.
Ausführung: Bewege die Hand vom Startton an zu einem bequem erreichbaren Ziel. Sie kommt genau mit dem nächsten Ton dort an. Ohne zusätzliche Wartepause beginnt der Rückweg; beim folgenden Ton erreichst du die Ausgangsposition.
Vergleich: Bleibt der Weg flüssig? Oder wartest du zunächst, beschleunigst am Ende oder kommst zu früh an? Eine zweite Person kann die Endpunkte mitbeobachten.
5. Hin- und Rückweg bewusst unterschiedlich taktenZiel: Das Zeitgefühl an unterschiedlich lange Bewegungsphasen anpassen.
Einstellung: Wie in Beispiel 4, jetzt Hinweg 3 Sekunden und Rückweg 7 Sekunden. 4 Durchgänge mit ausreichend Erholung.
Ausführung: Dieselbe Strecke wird auf dem Hinweg zügiger und auf dem Rückweg langsamer zurückgelegt. Triff beide Endpunkte jeweils genau zum Signal. Strecke und Umfang bleiben gleich.
Vergleich: Wechsle anschließend getrennt zu 5 und 5 Sekunden. So vergleichst du die zeitliche Organisation derselben Bewegung. Die 3/7-Verteilung ist eine Übungsvariation mit den getrennten Zeitfeldern der App.
Fortschritt sichtbar machen
Notiere Regel, Zielposition, Seite, Zeiten und Beobachtung außerhalb der App. Für einen kurzen Vergleich reichen drei Fragen: Erst beim Ton gestartet? Das vereinbarte Ziel getroffen? Die Zeitregel eingehalten? Verändere im nächsten Block nur einen Punkt, beispielsweise die Bewegungszeit oder den Zielort.
Der Zähler dokumentiert abgespielte Abläufe. Vier gezählte Durchgänge sind vier angebotene Versuche. Eine automatische Trefferquote, Reaktionszeitmessung oder gespeicherte Erfolgsstatistik gehört nicht zur App. Deine Beobachtung oder die Rückmeldung einer begleitenden Person ergänzt das Tonsignal.
Auf Deutsch und Englisch nutzen
Über den Sprachbutton DE/EN wechselst du Bedienoberfläche, Anleitung und Installationshilfe. Die Wahl bleibt im verwendeten Browser gespeichert, sofern dieser die Speicherung zulässt. Öffnest du weitere meiner Apps auf derselben Website, übernehmen sie diese Sprache. Auf anderen Geräten oder in anderen Browsern wählst du sie separat.
Kostenfrei auf Android und iOS – auch offline
Die Nutzung ist kostenfrei und ohne Benutzerkonto. Öffne die gewünschte App auf meiner Website und tippe auf den Installationsbutton mit dem Pfeil. Er öffnet entweder die verfügbare Installation oder eine passende Anleitung für dein Gerät und deinen Browser. Eine separate Installationsdatei brauchst du dafür nicht.
Android: zum Startbildschirm hinzufügenÖffne die App beispielsweise in Chrome und nutze den Installationsbutton. Folge dem angebotenen Dialog oder der Anleitung zum Hinzufügen auf dem Startbildschirm.
iPhone und iPad: als Web-App hinzufügenÖffne die App in Safari. Die Installationshilfe führt dich über Teilen → Zum Home-Bildschirm. Aktiviere „Als Web-App öffnen“, falls angeboten, und bestätige mit „Hinzufügen“.
Offline vorbereiten: Öffne jede gewünschte App einmal vollständig mit Internetverbindung, anschließend auch über ihr neues Symbol. Solange die dafür gespeicherten Browserdaten erhalten bleiben, kannst du sie ohne WLAN oder mobile Daten nutzen. Prüfe das vor deiner ersten Offline-Einheit. Das Öffnen der Übersichtsseite allein richtet die einzelnen Apps noch nicht ein.
Nach gelöschten Website-Daten lädst du die App erneut online. Auch Aktualisierungen und die Links zu meiner Betreuung benötigen Internet. Die Installationshilfe berücksichtigt außerdem unterstützte Computer-Browser, etwa Chrome oder Safari auf dem Mac.
So ergänzt Zielzeit meine Arbeit
In meiner Arbeit mit angewandter Neurofunktion betrachte ich, wie Wahrnehmung, Vorbereitung und Bewegung zusammenarbeiten. Wenn eine Aufgabe unter Zeitdruck deutlich schwieriger wird, prüfen wir die beteiligten Funktionen genauer. Mit passenden Integrationen bearbeiten wir auffällige Verbindungen und vergleichen die Bewegung anschließend erneut.
Zielzeit hilft dabei, den zeitlichen Rahmen einer ausgewählten Aufgabe klar festzulegen und zuhause wieder aufzunehmen. Gemeinsam stimmen wir Ziel, Weg, Seite und Zeitregel auf dich ab. So wird aus einem Tonsignal eine konkrete Übung für deinen Alltag oder Sport.
Deine Daten. Deine Entscheidung.

Was darf mit dabei sein?

Die Website funktioniert ohne optionale Dienste. Mit deiner Erlaubnis helfen Matomo auf unserem eigenen Webspace bei der Besucherstatistik und Google Ads bei der Anzeigenstatistik. Spotify spielt Musik direkt auf der Seite ab.

Unabhängig von deiner Auswahl zählen wir auf dem Server Seitenaufrufe als anonyme Tagessummen, ohne Besucherkennung. Mehr zur Basisstatistik.

Für Matomo werden eine zufällige Besucherkennung und Nutzungsdaten auf unserem Webspace verarbeitet. Bei Google Ads und Spotify können Daten auch in die USA übermittelt werden. Optionale Dienste können Informationen auf deinem Gerät speichern. Deine Auswahl kannst du jederzeit im Footer unter „Datenschutzeinstellungen“ ändern.

Notwendige FunktionenImmer aktiv