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Nervensystem & Gesundheit

Lenas Arbeit: Wenn Trauma, Körper und Nervensystem zusammengehören

Tino Both · · 6 Min. Lesezeit

Lenas Arbeit: Wenn Trauma, Körper und Nervensystem zusammengehören
Kurz erklärt: Körperorientierte Traumaarbeit bezieht neben Gedanken und Gefühlen auch körperliche Wahrnehmung, Anspannung und Handlungsmöglichkeiten ein. Lena Schmalzl begleitet Menschen als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Vilshofen. Hier beschreibe ich, was ich an ihrem Ansatz schätze und wo er meine Perspektive auf das Nervensystem ergänzt.
Du möchtest Lenas Angebot persönlich kennenlernen?Wenn belastende Erfahrungen, innere Anspannung oder der Kontakt zum eigenen Körper dein Anliegen sind, findest du bei Lena Informationen zu ihrer Begleitung und zum ersten Gespräch.

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„Ich verstehe es – aber mein Körper reagiert trotzdem“
Du weißt vielleicht, dass die heutige Situation anders ist als früher. Trotzdem hältst du die Luft an, ziehst dich zurück oder bemerkst erst hinterher, wie angespannt du warst. Solche Erfahrungen können irritieren: Der Gedanke ist klar, die körperliche Reaktion fühlt sich jedoch nicht frei wählbar an.
Mich interessiert an Lenas Arbeit, dass sie diese Lücke ernst nimmt. Verstehen bleibt wertvoll. Daneben kann es wichtig sein, überhaupt wahrzunehmen, was gerade im Körper passiert, welche Grenze erreicht ist und was im Moment Halt gibt. Nicht jede Reaktion muss sofort verändert werden. Zunächst braucht sie einen Rahmen, in dem sie bemerkt werden darf.
Körperreaktionen haben nicht nur eine ErklärungAnspannung, Erschöpfung oder Unruhe bedeuten nicht automatisch Trauma. Lebensumstände, Erkrankungen, Schlaf und andere Belastungen können ebenfalls beteiligt sein. Lenas Angebot richtet sich an das persönliche Erleben und die jeweilige Geschichte, nicht an eine vorschnelle Deutung einzelner Symptome.
Was „körperorientiert“ im Gespräch bedeuten kann
Ein Gespräch kann nicht nur um die Frage kreisen, was passiert ist. Es kann auch einbeziehen, wie sich das Erzählen gerade anfühlt: Wird der Atem enger? Ist der Stuhl noch spürbar? Möchtest du mehr Abstand, eine Pause oder einen anderen Blickwinkel? Der Körper wird dabei nicht als Beweisstück gelesen, sondern als Teil deines gegenwärtigen Erlebens.
Ein mögliches Beispiel: Eine Grenze wird früher bemerkbarJemand merkt erst nach einem anstrengenden Gespräch, dass es eigentlich längst zu viel war. In einer Begleitung könnte zunächst erkundet werden, welche früheren Signale es gab: veränderte Atmung, ein engeres Gefühl oder den Wunsch, sich wegzudrehen. Dann geht es darum, eine passende Handlung zu finden – etwa innezuhalten, Abstand zu wählen oder eine Grenze auszusprechen. Tempo und Richtung werden gemeinsam abgestimmt; es muss nichts erzwungen werden.
Das Interessante daran ist für mich nicht die Suche nach einer spektakulären Reaktion. Es ist die Möglichkeit, eine kleine Veränderung überhaupt wahrzunehmen und eine eigene Entscheidung damit zu verbinden. Mehr Wahlmöglichkeit im richtigen Moment kann im Alltag sehr konkret werden.
Welche Ansätze Lena mitbringt
Zu Lenas fachlichem Hintergrund gehören die Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie, die Weiterbildung zur Neurosystemischen Integration® und TRIMB® – ein Ansatz, der unter anderem mit Vorstellung, Bewegung und Atmung arbeitet. Hinzu kommen ihre Bodynamic-Weiterbildungen. Dabei geht es um Zusammenhänge von Entwicklung, Beziehung und körperlichen Handlungsmustern. Den aktuellen Ausbildungsstand beschreibt sie auf ihrer Über-mich-Seite.
Für mich ist entscheidend, wie daraus eine aufmerksame Begleitung wird. Ein Methodenname beantwortet noch nicht, was jemand gerade braucht. Eine Übung, die eine Person als angenehm erlebt, kann sich für eine andere unpassend anfühlen. Deshalb gehören Rückmeldung, Dosierung und die Möglichkeit, jederzeit zu unterbrechen, zu einem respektvollen Vorgehen.
Gemeinsame Themen, unterschiedliche Zugänge
Lena und ich teilen das Interesse daran, wie Wahrnehmung, körperliche Reaktion und Erfahrung zusammenwirken. Auch in meiner Angewandten Neurofunktion arbeite ich mit traumabezogenen Themen, belastenden Erfahrungen und mentalen Reaktionsmustern. Meine Arbeit beschränkt sich also nicht auf Bewegung, Gleichgewicht oder visuelle Funktionen. Zum Bereich der mentalen Systeme gehören ebenso Erinnerungen, Erwartungen und die Frage, wie der Körper auf einen bestimmten Gedanken oder emotionalen Bezug reagiert.
Dabei interessiert mich beispielsweise: Was verändert sich, wenn eine bestimmte Situation gedanklich präsent ist? Welche körperliche oder autonome Reaktion wird spürbar? In meiner Methodik beziehe ich einen klar eingegrenzten mentalen Kontext in die funktionelle Testung ein, suche einen passenden Integrationsreiz und prüfe die Reaktion anschließend unter demselben Bezug erneut. Das Ziel ist nicht, eine Erinnerung zu löschen, sondern zu erkunden, ob sich der Umgang mit ihr und die damit verbundene körperliche Reaktion verändern lassen. Tempo und Umfang stimmen wir so ab, dass die Arbeit für die Person tragbar bleibt.
Lena bringt ihren psychotherapeutischen Rahmen und ihre körperorientierten, traumasensiblen Ansätze ein. Ich nähere mich diesen Themen über funktionelle Testung, die Arbeit mit mentalen Systemen und neurofunktionelle Integration. Es geht deshalb nicht um die Aufteilung „Trauma bei Lena, Bewegung bei mir“, sondern um unterschiedliche fachliche Zugänge mit Berührungspunkten. Welcher Rahmen zu einem Anliegen passt, klären wir persönlich; unsere jeweiligen Qualifikationen und Aufgaben bleiben dabei klar.
Verwandte Begriffe, unterschiedliche AnsätzeNeurosystemische Integration® in Lenas Arbeit und neurofunktionelle Integration als Teil meiner Methodik sind nicht dasselbe Verfahren. Ein ähnlicher Name macht weder die Arbeitsweise noch das Angebot austauschbar. Entscheidend ist, welches Anliegen du mitbringst und welche fachliche Begleitung dazu passt.
Was ich an dieser Verbindung schätze: Körperliche und mentale Themen müssen nicht künstlich getrennt werden. Gleichzeitig lässt sich aus einer Anspannung oder einer auffälligen Testreaktion nicht einfach eine bestimmte Lebensgeschichte ablesen. Wir beginnen beim konkreten Anliegen und beim Erleben der Person, nicht bei einer vorgefertigten Erklärung.
Häufige Fragen zu körperorientierter Traumaarbeit
Muss ich dafür sofort über alles sprechen?Du kannst im ersten Kontakt zunächst klären, worum es dir geht und welchen Rahmen du brauchst. Ein gutes Erstgespräch lässt Raum für Fragen, Grenzen und Unsicherheit. Wie die weitere Arbeit aussieht, besprichst du direkt mit Lena.
Ist das einfach Entspannungstraining?Nein. Eine ruhige Atmung oder ein angenehmer Bodenkontakt können eine Rolle spielen. Die Begleitung kann aber ebenso Selbstwahrnehmung, Abgrenzung und den Umgang mit belastenden Erfahrungen betreffen. Das Ziel ist nicht, in jeder Situation möglichst ruhig zu sein.
Worauf kommt es bei der Wahl einer Begleitung an?Neben einer passenden fachlichen Qualifikation ist mir wichtig, wie mit dir gearbeitet wird: Werden die nächsten Schritte verständlich erklärt? Werden deine Grenzen und Rückmeldungen ernst genommen? Kannst du pausieren und das Tempo mitbestimmen? Ein Methodenname allein beantwortet diese Fragen nicht. Nutze das erste Gespräch, um dein Anliegen, den Rahmen und offene Fragen zu besprechen.
Warum ich dir Lenas Arbeit vorstellen möchte
Ich schätze den Gedanken, einen Menschen nicht auf seine sichtbare Reaktion zu reduzieren. Jemand ist nicht einfach „zu empfindlich“, weil eine Situation viel auslöst. Gleichzeitig braucht nicht jede Körperreaktion eine große Geschichte. Zuhören, genauer unterscheiden und ein passendes Tempo finden: Darin sehe ich eine wertvolle Verbindung zwischen unseren unterschiedlichen Arbeitsbereichen.
Finde heraus, ob Lenas Begleitung zu dir passtAuf ihrer Website stellt Lena ihre Arbeit, den Ablauf und die organisatorischen Rahmenbedingungen vor. Du kannst dich dort in Ruhe informieren und mit deinem Anliegen Kontakt aufnehmen.

Zu Lena Schmalzl in Vilshofen →
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